Finn Sred

  • Kultur und Gesellschaft

    Tanzende Person mit großer Holzmaske. Bekleidet mit einem roten Kostüm und einem gelben Rock aus Stroh oder langen Fasern. Inmitten von fliegenden Funken und Rauch.

    Eine der größten Herausforderungen, wie ich finde. Aber auch eine großartige Möglichkeit, einer Welt mehr Farbe zu geben. Ich kenne das noch aus meinen ersten Spielrunden, die ich geleitet habe: Da war ein Haus einfach ein Haus. Ich beschrieb es eher sehr pragmatisch und beachtete in keiner Weise, dass Häuser sich doch sehr unterscheiden. Das ist nicht falsch, denn jeder Spieler kann dann seine eigene Version dieses Hauses sehen.

    Aber eine etwas detailreichere Beschreibung kann den Spielern ein besseres Gefühl für die Spielwelt geben. Und verschiedene Baustile können der Welt etwas mehr Farbe verleihen.

    Das heißt nicht, dass man nun Architektur studieren sollte. Aber kleine Details können Bilder in den Köpfen der Spieler erzeugen, die ihnen dabei helfen können, die Stimmung der Szene oder der Welt besser zu verstehen. Das mit dem Haus ist natürlich nur ein Beispiel, aber es passt sehr gut zu meinem Thema. Und ich komme gleich noch mal darauf zurück.

    Stellen wir uns aber erst einmal die Frage: Was ist eigentlich Kultur? Ganz kurz gesagt, ist alles, was wir Menschen machen, Teil unserer Kultur. Wir denken meistens an Kunst, also an Musik, Bilder und Skulpturen. Oder auch an Essen, Wein und Gespräche. Doch im Grunde ist alles, was wir machen, Teil unserer Kultur. Wir haben eine andere Esskultur als beispielsweise in Japan. Wir unterhalten uns anders, haben andere Tabus und wir denken sogar anders. Das trifft natürlich (wohl eher zum Glück) nicht auf jeden Einzelnen zu. Wir haben ja auch innerhalb unseres Kulturkreises Unterschiede. Aber das jetzt alles bis ins kleinste Detail aufzubröseln, erscheint mir gerade unnötig. Wichtig ist nur, dass wir jeden Tag kulturelle Unterschiede sehen und erleben können und dass so etwas zu unserem Alltag gehört. Von Subkulturen und Popkultur fange ich am besten erst mal gar nicht an.

    Wenn du also eine Welt baust oder in ihr spielst, dann könntest du einzelnen Völkern eigene Kulturen geben. Und ich meine mit Völkern nicht nur Elfen, Zwerge und Menschen, sondern Zwergen-Clans oder wie auch immer sie sich bei dir organisiert haben. Warum sollten denn alle Zwerge die gleiche Kultur teilen? Das machen wir Menschen ja auch nicht, nicht mal innerhalb einer Nation. Klar, das ist etwas mehr Arbeit, und es lohnt sich wahrscheinlich nicht für einen „One-Shot“ – wobei ich es selbst auch da tun würde, wenn ich der Meinung bin, dass es sich lohnt. Aber für eine Kampagne kann sich das eigentlich immer lohnen. Es ist schön, wenn man immer wieder etwas Neues entdecken kann, auch außerhalb des eigentlichen Abenteurerlebens. Und eine andere Kultur ist eine Möglichkeit, etwas Neues zu zeigen.

    Und das kann man zum Beispiel durch die Bauweise der Gebäude darstellen. Durch neue Gerüche von Gewürzen, die den Spielern unbekannt sind. Tänze in der Taverne zu einer fremdartigen Musik. Die Taverne könnte auch anders bezeichnet werden, sodass die Spieler erst erklären müssen, was sie suchen, weil die Bewohner mit dem Begriff „Taverne“ nichts anfangen können. Met ist womöglich eine Sache, die ausschließlich zum Essen getrunken wird. Es gibt viele Kleinigkeiten, die man auch spontan einbauen kann, um kleine Unterschiede aufzuzeigen, damit die Spieler immer wieder merken: Sie sind gerade in dieser oder jener Region.

    Für meine Welt versuche ich, solche Dinge mit einzuplanen. Aber ich denke, darüber schreibe ich ein andermal, um das hier und heute nicht ausarten zu lassen.

    Foto von Manyu Varma auf Unsplash

  • Dann noch mal Hallo!

    Das mit dem Bloggen ist ja eine schöne Vorstellung: Einfach mal drauflostippen, ein Bild raussuchen und fertig. Ganz so blauäugig war ich zwar nicht, aber die Hürden sind trotzdem da. Da ich nicht weiß, wie lange ich wirklich Spaß daran habe, war es mir wichtig, keinen Druck zu haben. Vor allem keinen Druck, etwas nutzen zu müssen, nur weil ich dafür bezahlt habe. Mich kann so etwas leicht in ein Loch ziehen.

    Daher habe ich mich erst mal für einen Hoster entschieden, der auf mich wirkt, als sei er genau das, was ich brauche. WordPress.com wäre als Name ja naheliegend gewesen. Ich bin mir auch sicher, dass ich bestimmt nicht der Erste bin, der nun etwas darüber schreibt. Ich hatte eigentlich auch nur vor, hier mal Hallo zu sagen und zu erklären, warum ich jetzt hier bin: Freiheit bei der Farbwahl. Es ist wirklich so simpel. Ich kann damit leben, dass ich in einem kostenlosen Angebot eingeschränkt bin. Aber die Hintergrundfarbe?

    Naja, ich will nicht lange rumjammern. Nun habe ich vollen Zugriff auf alles, habe mehr Speicher und bin nur bei Audio, Video und der Dateigröße limitiert. Also schaue ich jetzt mal in Ruhe, ob das Ganze etwas für mich ist, und miete mir dann vielleicht irgendwann meinen eigenen Webspace. Ganz ohne Druck und ohne Frust.

    Ich lasse das hier mal bilderlos, ich bin gerade auf dem Sprung.

    Finn

  • Wie baut man eine Welt?

    Nun, die einfache Antwort wäre: Indem man anfängt. Etwas patzig mag das wirken, aber im Grunde ist es wirklich das. Doch wir sollten zuerst einmal klären, was „Welten bauen“ eigentlich bedeutet.

    Und selbst das ist kein kleines Unterfangen. Stellen wir uns kurz vor, du möchtest ein Buch schreiben. Du könntest auch einen Film drehen oder ein Rollenspiel erstellen.

    Es gibt noch mehr Bereiche, in denen Worldbuilding oder eben Weltenbauen ein wichtiges Thema ist. Aber wir gehen von einem Buch aus. Ein Fantasy-Roman soll es werden, vollgestopft mit Magie, Drachen, Einhörnern und fliegenden Feen. Du hast vielleicht schon einzelne lose Bilder im Kopf: eine Waldlichtung voll mit blau glühenden Blumen und Waldwichten, die sich an ihrem Glanz erfreuen. Das ist Weltenbauen. Oder zumindest der Anfang davon.

    Sich eine Welt zu erdenken und sie immer weiter auszubauen. Ganz nach den eigenen Bedürfnissen und wie es einem Spaß macht. Nun ist so ein kleiner Ausschnitt von einer Lichtung mit ein paar Blumen und Waldwichten kein Riesenthema. Du hast nun einen Wald, in dem Waldwichte leben – oder leben sie da gar nicht und sind nur zufällig da? Wo leben Waldwichte eigentlich? Auf Bäumen? Haben sie Höhlen oder haben sie sogar Städte und werden nur Waldwichte genannt? Vielleicht sind sie ja klein und ihre Haut sieht aus wie Rinde.

    Wir sollten nun aber aufpassen, dass wir uns nicht im Wald verlaufen, und kommen lieber wieder zurück zum eigentlichen Thema. Es gibt, denke ich, viele Möglichkeiten, eine Welt zu bauen. Ich werde einige davon besser und andere schlechter finden, aber darum soll es hier nicht gehen. Das soll nicht mal eine Anleitung werden, wie man es am besten machen kann. Aber ich möchte versuchen, dir zu zeigen, wie ich es mache.

    Ich habe keine Formel und keine klaren Regeln, an denen ich mich entlanghangeln kann. Ich würde mich eh nicht an die Regeln halten, also lasse ich sie lieber gleich weg. Es ist eher so, dass ich die Welt selbst entdecke und ihre Völker kennenlerne. Verstehe, warum sie das, was sie machen, eigentlich tun. Warum haben Zwerge riesige Höhlensysteme in den Bergen? Was machen die da den ganzen Tag? Und geht es ihnen gut so ganz ohne Sonne? Ich bin neugierig und ich möchte Antworten. Meine Welt soll stimmig sein.

    Und ja, auch das Chaos hat seine Ordnung und ist stimmig, auch wenn es sich widersprüchlich anhören mag. Und es kommt auch darauf an, was du mit dieser Welt machen möchtest. Bei vielen Sachen reicht die Lichtung im Wald, und manchmal braucht es nicht mal die. Die Frage sollte also nicht „Wie?“, sondern eher „Warum?“ heißen. Und diese Frage musst du dir selbst beantworten. Ich mache es, weil es mir Spaß macht und weil ich gerne eine lebendige eigene Welt für meine Projekte haben möchte.

    Foto von Lee Jeffs auf Unsplash

  • Ja, wie fängt man eigentlich so etwas hier an?

    Wohl am ehesten ganz klassisch mit: Hallo, ich bin Finn und dies ist mein Blog. Es ist etwas skurril für mich, in einen Blog zu schreiben. Als Legastheniker bin ich ein gebranntes Kind, wenn es ums öffentliche Schreiben geht. Und dennoch wage ich hier nun das Unterfangen, genau das zu tun. Ich bin selbst etwas überrascht von meiner Motivation. Aber ich denke, ich habe einige Dinge zu erzählen, die den einen oder die andere interessieren könnten.

    Zum Beispiel, dass ich gerade an einer eigenen Spiel- oder Romanwelt bastle und dafür eine eigene Sprache entwickle. Das sind für einen Legastheniker wahrscheinlich eher untypische Vorhaben.

    Aber wer ist schon ein typischer Legastheniker und was soll das überhaupt sein? Ich weiß es auch nicht und verschwende auch keinen Gedanken an solche Schubladen. Ich versuche nun jedenfalls, diesen Blog so regelmäßig wie möglich mit neuen Inhalten zu bestücken, wie es mein dunkler Lebensbegleiter zulässt. Das hört sich viel dramatischer an, als ich wollte. Aber ich habe da so eine kleine, miese Type, die mich von Zeit zu Zeit in ihr dunkles Loch zieht. Ja, Theatralik kann ich wohl recht gut. Weniger dramatisch gesagt: Ich habe Depressionen, und diese bestimmen ein wenig den Rhythmus meiner Kreativität.

    Da habt ihr auch schon vier der Themen, um die es hier immer wieder mal gehen wird. Ich habe noch keine Vorstellung davon, wie und was genau ich hier wie mache… Aber ich betrachte das hier als eine Reise, und wenn ihr wollt, könnt ihr mich auf dieser ein Stück weit begleiten. Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt, wohin das Ganze hier führt.

    Dann bis bald, Finn

    Foto von Fahim mohammed auf Unsplash

  • Chaotisch fängt es an || 001

    Ich würde gerne sagen, es ist so chaotisch, weil es eine spontane Aufnahme war. Aber ich bin mir sicher, dass ich das auch schaffe, wenn ich geplant auf „Aufnahme“ drücke.

    Es ist die erste Folge, und sie soll euch einen „kleinen“ Einblick geben, was euch hier in Zukunft erwarten kann. Was ich noch – ähhm – sagen muss: Ja, beim Editieren ist das eine oder andere „Ähm“ noch übrig geblieben. Ich bitte das zu entschuldigen. Ich hoffe, dass ich das in den kommenden Aufnahmen deutlich reduzieren kann.

    Euch viel Spaß mit der Folge!

    Finn